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Ein Vortrag über einige der überraschenden Dinge, die wir voneinander wissen.

Ihre gewohnte Sprechdistanz als Brasilianer wird Ihnen bei Verhandlungen in den Vereinigten Staaten ziemlich sicher eine Beschwerde über sexuelle Belästigung einhandeln. Und wenn Sie in Korea bei der Vorstellung der Verhandlungspartner nicht bemerkt haben, auf welcher Höhe die linke Hand Ihres Dolmetschers seinen eigenen rechten Arm berührt hat, dann haben Sie leider bereits verpasst, wie hoch Ihr sozialer Status innerhalb dieser Gruppe ist…

Der Fokus in der Arbeit über interkulturelle Kommunikation galt bislang vorwiegend dem Erlernen der unzähligen, kulturell geprägten Unterschiede und einem darauf aufbauenden Training, wie drohende „Fettnäpfchen“ bei der Zusammenarbeit verschiedener Kulturen zu vermeiden sind.

Im Laufe der letzten Jahre rückten die Sozialforscher aber das Erkunden von allgemeinen – für alle Kulturen gültigen – Mechanismen des Zusammenlebens ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Was ist uns Menschen in unserem Umgang miteinander allen gemein? Und wie lässt sich auf der Grundlage dieser Gemeinsamkeiten eine gut funktionierende interkulturelle Zusammenarbeit entwickeln?

So formen zum Beispiel alle menschlichen Gesellschaften ganz natürlich sogenannte „Tribes“, Gruppen von etwa 20 bis 150 Mitgliedern. Das Erkennen der fünf „Tribe“-Formen ist erstaunlich einfach und das Anwenden dieses Wissens erweitert unsere eigenen Kommunikationsfähigkeiten in jedem kulturellen Zusammenhang.

Der Kabarettist und Regisseur Brian Lausund arbeitet seit 20 Jahren u.a. als Coach mit Schwerpunkt auf Organisationsentwicklung und interkultureller Zusammenarbeit und zeigt in seinem humorvollen Vortrag, wie einfach und spannend interkulturelle Kommunikation sein kann.